Rückblick auf 2015

Das Jahresende ist es traditionell der Zeitpunkt für einen Rückblick, daher hier eine kurze Zusammenfassung meiner Blogstatistik:

Seit dem Start meines Blogs am 05. Juni 2015 habe ich 17 Blogposts verfasst. Auf diese wurde bisher insgesamt 4.002 mal zugegriffen. Die meisten Zugriffe erfolgten über Facebook. Da der Blog noch recht neu ist, werde ich mich bei der Nennung der beliebtesten Beiträge auf die Top-3 beschränken.

  1. Der meistbesuchte Beitrag mit 405 Zugriffen ist die Keramik-Bestimmungsübung an der Uni-Heidelberg
    https://scherbensteinewuestungen.wordpress.com/2015/07/21/anfassen-erwuenscht-eine-keramik-bestimmungsuebung-an-der-uni-heidelberg/
  2. Knapp dahinter mit 399 Zugriffen landete der Beitrag zu Ehrenamt in Archäologie und Bodendenkmalpflege
    https://scherbensteinewuestungen.wordpress.com/2015/10/02/ehrenamt-in-archaeologie-und-bodendenkmalpflege/
  3. Mit 291 Zugriffen landet der Bericht über den Workshop Geodaten auf Platz 3
    https://scherbensteinewuestungen.wordpress.com/2015/06/15/workshop-geodaten-bodendenkmale-erfassen-verwalten-und-kartieren-mit-gps-und-qgis/

Ich danke allen Lesern für das Interesse an meinem Blog und wünsche Ihnen / euch allen ein wundervolles neues Jahr 2016.

Glueckspilz

Na, da hat doch schon jemand vom Glück genascht… 😉
(Foto: Biggi Schroeder)

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Die Klosterbibliothek Lorsch – Georeferenziert & Digital

Das Projekt „Archivum Laureshamensis – digital“  hatte sich – parallel zur  Virtuellen Klosterbibliothek Lorsch – zum Ziel gesetzt, die während des Mittelalters in Lorsch hergestellten oder aufbewahrten Handschriften in digitaler Form zu reproduzieren und diese kostenfrei für Wissenschaftler und Interessierte im Internet zur Verfügung zu stellen. Damit gelang den involvierten Partnern,  der Universitätsbibliothek Heidelberg sowie dem „The HGIS Club“, meiner Meinung nach ein Geniestreich!

Der Codex Laureshamensis

Was es genau mit dem Lorscher Codex auf sich hat und warum eine Digitalisierung so wertvoll ist, das kann man sehr schön hier nachlesen:  Lorscher Codex (lat. Codex Laureshamensis)

Das Georeferenzierungsprojekt 

Zusätzlich zu den digitalisierten Dokumenten des Lorscher Codex wird ein räumlicher Zugang über Karten angeboten. Dieser eröffnet die  Möglichkeit der Visualisierung aller darin genannten Orte – oder aber nur der Besitzorte – mittels Google Earth, Google Maps & OpenStreetMap.

Ich habe zunächst mit Google Earth experimentiert und bin begeistert. Nachdem ich eine historische, georeferenzierte Topo-Karte von on 1893 eingebunden hatte, konnte ich mich quasi in der vorindustriellen Landschaft bewegen. Historische Kartenwerke haben noch einen weiteren Vorteil: Sie können dabei helfen, über Flurnamen verlassene Siedlungen (Wüstungen) zu lokalisieren. Um einen Eindruck vom Gelände zu erhalten, habe ich in Google Earth eine Verstärkung der Höhenunterschiede eingestellt. Und die erfassten Zeitangaben können mit dem Zeitschieberegler chronologisch angezeigt werden.

Alle wichtigen  Informationen zum Thema finden sich hier: Interaktive Karten

Fazit:  Das Projekt eröffnet sicherlich interdisziplinäre Möglichkeiten: Eine quellenbasierte Forschung verschiedener Fachrichtungen mit unterschiedlichen Betrachtungswinkeln.

Frohe Weihnachten

Ich wünsche Ihnen / euch allen enspannte Festtage im Kreise der Lieben und einen guten Übergang ins Jahr 2016.

Odenwald 002_phixr

Auch  meine selbstgebastelte Weihnachtskarte hat – trotz Schnee und Rentier – etwas mit Archäologie und Geschichte zu tun. Das Foto zeigt die karolingische Einhardsbasilika in Michelstadt-Steinbach aus dem Jahre 827. Ein tolles Bauwerk, das zum Zeitpunkt meines Besuchs im letzten Jahr allerdings geschlossen war. Ein Grund mehr, einen erneuten Besuch in 2016 auf die Agenda zu nehmen 😉

Weitere Informationen sind beispielsweise auf der Webseite der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen zu finden.

Antike Objekte im Internet kaufen? Ein Wegweiser der DGUF

Harte Fakten!

Bei archäologischen Objekten (z.B. aus Kriegsregionen wie Syrien), die ohne Provenienz (Herkunftsnachweis) in den Antikenhandel gelangt sind, beteiligt man sich durch den Kauf direkt an der IS-Terrorfinanzierung. Auch bei allen anderen archäologischen Objekten, egal aus welchem Land, kann nur der Herkunftsnachweis dafür bürgen, das diese nicht etwa aus illegalen Grabungen stammen.

Diese Tatsache ist durchaus nicht allen Menschen bewusst, daher hat der DGUF-Arbeitskreis „Kulturgutschutz“ eine Informationsbroschüre verfasst. Hier geht es zum Download: Antike Objekte im Internet kaufen? Ein Wegweiser der DGUF

Tribur.de – Der Blog zur Königspfalz Trebur

Wer gut recherchierte Informationen zur Geschichte der ehemaligen Königspfalz Trebur sucht, der ist auf dem Blog Tribur.de genau richtig! Was die Erforschung der Geschichte der Pfalz angeht, ist der Betreiber Markus Zwittmeier eigenen Angaben zufolge Autodidakt. Aber davon ist nichts zu spüren, denn seine Arbeit wird von Historikern und Fachleuten der archäologischen Wissenschaften gleichermaßen anerkannt. Er war zudem in 2010 Kurator der Ausstellung Pfalz-Zeit, die im Museum für Heimat- und Geschichte in Trebur gezeigt wurde.

Profil
Markus Zwittmeier in selbstgenähter karolingischer Gewandung (Fotopublikation mit Erlaubnis des Blogbetreibers)

Mir gefallen übrigens u.a. die von Markus kreierten Visualisierungen sehr gut. Hier einmal zwei Beispiele:

Animation zur Laurentiuskirche, der ehemaligen Pfalzkapelle

Visualisierung aus der Ausstellung Pfalz-Zeit in Trebur

Aber auch seine 3-D Visualisierung – eine Rekonstruktion des Einhardsbogens – finde ich sehr gelungen.